Die „Zwanziger Jahre“ zu Gast in der Mühle

Vergangenen Samstag den 22.9.2018 erfuhren die alten Gemäuer der Zainhammermühle eine erneute Premiere. Die “Goldenen Zwanziger Jahre“ wurden durch den Berliner Kabarettisten H.D. Kühn für eine kurze Zeit zum Leben erweckt und auf unsere Bühne gebracht. In seiner aufwendigen Aufmachung als „Literarische Dame“ gelang es ihm, das diesmal nicht sehr zahlreiche aber erlesene Publikum, mit viel Humor, Wortwitz und Selbstironie bald auf seine Seite zu ziehen. Da es sich um eine sehr interessante Epoche unserer Geschichte handelt, die sich seinerzeit in deutschen Großstädten abspielte, war Berlin schon damals die erste Adresse und Sammelbecken für Künstler jeglicher Coleur. Intellektuelle aber auch Hochstapler und Scharlatane, die alle zusammen ein ziemlich buntes Bild ergaben, machten diese unvergessliche Zeit aus, die auch so manches unvergessene Original hervorbrachte. Das Lebensgefühl dieser Jahre authentisch auf die Bühne zu bringen und dabei zeitgenössische Dichter, Schriftsteller und Komponisten zu zitieren und wiederzugeben, hat sich H.D. Kühn zur Lebensaufgabe gemacht, indem er die damals weit verbreitete Kleinkunst in die heutige Zeit transportiert. Ein Teil seines großen Repertoirs wurde uns an diesem Abend begleitet durch seinen wunderbaren Pianisten in Wort, Gesang und großer Gestik dargeboten. Es war eine tolle Atmosphäre in der Publikum und Künstler zueinander fanden und einen gleichsam spannenden wie entspannenden Abend erlebten.

Die Künstler mit Organisatorin
Der Wein wird begutachtet
H.D.Kühn in seinem Element
H.D.Kühn als „Die literarische Dame“
Frank Wollgast 25.09.2018